Leipziger Verein für Luftfahrt e.V.

Nachruf für Herrn Dipl.-Ing. Professor Hans M. Franke

 

Am 15. Juni 2020 verstarb das Mitglied des Leipziger Verein für Luftfahrt Hans. M. Franke in einer Klinik in Homburg / Saar. Der gebürtige Leipziger verbrachte seine Kindheit im Stadtteil Gohlis, bevor er 1952 an der TU in Westberlin ein Studium des Maschinenbaus begann. 1955 wechselte er in die Fakultät Luftfahrzeugbau. Nach erfolgreichem Abschluss des Studiums arbeitete er in verschiedenen Firmen auf den Fachgebieten Flugmechanik, Flugeigenschaften und Regelungstechnischer Fragen bei der Entwicklung von senkrechtstartenden Flugzeugen.

Als Honorardozent an der Höheren Technischen Schule der Luftwaffe in Neubiberg vermittelte er seine Erfahrungen aus seiner Tätigkeit an die Studenten. Nach 25 Jahren in der Firma Industrieanlagen-Betriebsgesellschaft (IABG) beendete er sein aktives Berufsleben. Eine neue berufliche Herausforderung fand Prof. Franke nach seiner Rückkehr in seine Heimatstadt Leipzig als beratender Ingenieur in der Unternehmungsberatung.  1991 gründete er eine Leipziger Ortsgruppe in der Deutschen Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt (DGLR), seit diesem Zeitpunkt begann eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Leipziger Verein für Luftfahrt e.V. Höhepunkte waren unter anderen die Organisation und Durchführung  internationale Fliegertreffen mit  Flieger aus Polen, Tschechien und Deutschland. Diese Treffen, als „Drei-Länder-Eck Fliegen“ bezeichnet, fanden im Wechsel in den drei Teilnehmerländern statt.  2010 erhielt Prof. Franke für sein Engagement bei der Jugendarbeit, vom Sächsischen Ministerpräsident den Verdienstorden des Freistaates Sachsen verliehen. Am 11.08.2016, aus Anlass seines 85. Geburtstages, wurde Prof. Franke für seine Arbeit in Leipzig geehrt. Der Leipziger Verein für Luftfahrt überreichte ihm die Ernennungsurkunde einer Ehrenmitgliedschaft.  In seiner Dankesrede informierte er die Versammelten, dass er altersbedingt seinen Wohnsitz in Leipzig aufgibt und zu seinem Sohn nach Homburg / Saar zieht. Er äußerte den Wunsch, dass in Leipzig das Interesse an der Luft- und Raumfahrt wachgehalten werde.

Der Leipziger Verein für Luftfahrt wird im Gedenken an Prof. Franke in diesem Sinne seine Arbeit fortführen.

 

Der Traum vom Fliegen

 

Der Traum vom Fliegen fasziniert die Menschen schon immer. Warum z.B. kann sich ein 560 Tonnen schwerer Airbus in die Luft erheben? Antworten gibt die Physik.

 

Auf der Messe „Modell, Hobby, Spiel 2018“ besuchten Schüler der Arwed-Rossbach-Schule am 5.10.2018 den Stand unseres Vereins. Ab April 2019 soll eine Zusammenarbeit mit dem Schülerforschungszentrum almaLAB beginnen.

 

Die Arwed-Rossbach-Schule fungiert mittlerweile als Außenstelle des almaLAB. Interessierte Schüler beginnen nach den Herbstferien mit ihrer Arbeit zum Physik-Wettbewerb GYPT (German Young Physicists Tournament) und den Projekten für „Jugend forscht“. Engagierte Physikstudenten der Universität Leipzig begleiten die gesamte Projektzeit.

 

Zum Auftakt der Zusammenarbeit mit unserem Verein gab es mehrere Bände des Sammelwerkes „Faszination Fliegen“ aus eigenem Bestand als Geschenk. Wir freuen uns auf eine spannende und erfolgreiche Zusammenarbeit!

 

Fotos: Horst Voigt

 

Damals war’s …….

 

Am 10. August 1990 stand der Flughafen Leipzig-Schkeuditz im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. Die Deutsche Lufthansa AG mit Sitz im Hotel Merkur, hatte eingeladen zu einem öffentlichen Taufakt eines ihrer modernsten Maschinen ihrer Flotte, eines Jets vom Typ Airbus A-320-200 mit der Kennung D-AIPF.

Die Veranstaltung fand statt unter dem Slogan „Leipzig steigt auf“.

Es gehört zur Tradition der Lufthansa, dass sie den Flugzeugen ihrer Flotte die Namen von Städten oder Ortsgebietsnamen in Deutschland gibt. Als erste Lufthansamaschine wurde der oben erwähnte Airbus auf den Namen „Leipzig“ getauft. Zahlreiche Prominenz aus Politik und Wirtschaft waren der Einladung, darunter auch die beiden Wirtschaftsminister der noch bestehenden beiden deutschen Staaten gefolgt. Als erster Festredner würdigte Lufthansa-Chef Heinz Ruhnau die Stadt Leipzig als den „Kern eines sich neu entwickelnden Mitteleuropa“. Den eigentlichen Taufakt vollzog dann die Frau des Leipziger OB, Frau Ursula Lehmann-Grube. Nach der Taufe und einem sich anschließenden kleinem Imbiss konnten die geladenen Gäste den „Täufling“ besichtigen.

Noch am selben Tage startete die „Leipzig“ zu ihren Linienflügen auf europäischen- und Nordafrikanischen Routen.

 

A-320-200 „Leipzig“ mit INTERFLUG-Gangway

 

Taufakt v.l.n.r. Frau Ursula Lehmann-Grube, OB Hinrich Lehmann Grube, LH-Chef Heinz Ruhnau

 

Fotos und Dokumente:

Ralf Niemann

A-320-200 „Leipzig“ Abflug-Vorbereitung zum anstehenden Linienflug

 

Briefmarke West

Briefmarke Ost